Einer meiner Lieblinge...
Ca 3 km Bachstrecke, gepachtet von der Gemeinde Beckingen mit der Auflage jährlich Bachforellensetzlinge einzubringen. Gilt als Gewässer der Forellenregion. Die Gewässergüte hat sich stark verbessert seit der Abwasserkanal in den achtziger Jahren komplettiert wurde. Fast kanalartig, da größtenteils begradigt und Uferbefestigt.
Mittlere bis starke Strömung. Breite zwischen einem und drei Meter. Im Schnitt geringe Wassertiefe ca. 25 - 30cm. Selten haben wir ausgespülte Gumpen hinter Wehren oder Wasserhindernissen bis ca. 120cm Tiefe.

Leitfisch ist die Bachforelle. Sie hat verhältnismäßig gute Lebensbedingungen da Nahrungsangebot, Wasserqualität und Ablaichmöglichkeiten fast optimal sind. Der Grund ist häufig kiesig mit Unterwasserpflanzen an vielen Stellen. Aufstiegsmöglichkeiten in mehrere Nebenbäche sind vorhanden. Hauptnahrungsquelle der Forellen ist der hier häufig vorkommende Bachflohkrebs. Interessanterweise färbt sich das Fleisch der Forellen dadurch rötlich ein.

Von mir persönlich schon gefangene Fischarten in der Reihe der Häufigkeit:
Regenbogenforelle (wahrscheinlich von Fischzuchtteichen ausgebüxt)
Bachsaibling (erfolgreich versuchsweise mehrere Jahre von uns zusätzlich besetzt)
Rotauge 3x
Kaulbarsch 2x
Rotfeder 1x
Güster 1x
Schleie 1x
Spiegelkarpfen 1x (nur 35cm und schlecht genährt)
Seeforelle 1x ( erwähnenswert die Maße : 74cm bei fast 7 Pfund)
Groppe nur gesichtet nicht gefangen
Stichling nur gesichtet (wahrscheinlich Dreistachliger Stichling)
Im Laufe der Jahre hatte ich noch eine Stockente und eine Bisam, beide mit Schwimmbrot, an der Angel. Natürlich unabsichtlich, da ich häufig aufgrund schlechter Sicht durch überhängende Büsche auf „fühlen „ und nicht auf Sicht fische.
Problem für viele Fischarten sind, meiner Meinung nach, die mangelhaften bis komplett fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten aus der Saar. Einige gewässertypische Fischarten fehlen komplett in meiner Fangstatistik, wie der Döbel oder der Aal. Gut für unsere Forellen (diese Fressfeinde fehlen), schlecht für die Artenvielfalt.
Ein zweites Problem ist die Zunahme der Fischreiherpopulation. Speziell im Winter, wenn viele stehende Gewässer zugefroren sind, wird die geringe Wassertiefe vielen Fischen zum Verhängnis. Ein nicht einfach zu beangelndes Gewässer da starker Uferbewuchs und jede Menge Hindernisse im Wasser vorhanden sind. Auch sind viele Zäune der Anwohner illegal bis ans Ufer gebaut was das Angeln auch nicht leichter macht. Klares Wasser bedeutet zudem gute Sicht für die Fische. Aber gerade diese Schwierigkeiten machen für mich den Reiz dieses Gewässers aus.
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